Dieser Blog wird im nächsten Jahr 10 Jahre alt. Mir gefällt diese Kontinuität in unserer schnelllebigen Zeit. Sie ermöglicht den Aufbau wirklicher Substanz, sie ermöglicht Entwicklung, denn erst im Rückblick zeigt sich die Bewegung durch die Zeit. So ist mir aufgefallen, dass immer wieder Beiträge aufgerufen werden, die schon sehr ‚alt‘ sind. Dies liegt daran, dass durch die technischen Möglichkeiten jemand z.B. einen Beitrag zu Pierre Soulage direkt über die Suchfunktion nach diesem Inhalt bemerken und dann direkt aufrufen kann. Dadurch wird ein solcher Blog nicht nur ein zeitlich hintereinander verlaufender Strom von Inhalten, sondern auch ein Nebeneinander von Beiträgen. (Das erübrigt auch die Durchscrollerei). Man kann dann sogar mit Hilfe der Statistiken sehen, dass manche Beiträge im Laufe der Jahre immer mehr Aufrufe bekommen, so z.B. der Beitrag ‚Die Psychologie des Heilpädagogischen Kurses‘. Mir gefällt diese ‚Räumlichkeit‘, weil sie ein Stückweit gegen das Phänomen des Aufnehmens und Verschwindens von Inhalten wirken kann.
Im nächsten Jahr werde ich entsprechend der Entwicklung meiner Arbeit verstärkt Beiträge unter dem Titel ‚Themen der Supervision‘ veröffentlichen. Seit meinem Ausscheiden aus der Geschäftsleitung der GESO (2023) hat sich meine Supervisionstätigkeit intensiviert und erweitert. Recht naheliegend war, dass ich vermehrt Anfragen aus dem Bereich der Hospizarbeit und der Palliativpflege bekommen habe. Nicht erwartet habe ich die Figur, dass durch Empfehlungen aus diesem Bereich auch wieder Anfragen aus der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen gekommen sind, also zurück in mein früheres Arbeitsfeld. Früher habe ich die Supervisionstätigkeit immer ein wenig on top oder auch etwas neben meiner Haupttätigkeit erlebt und betrieben. Das habe ich jetzt für mich innerlich und auch strukturell neu gegriffen. Vorbereitung und Nachbereitung habe ich intensiviert und auch die inhaltliche Auswertung stärker betrieben. Als einen gewissen Service möchte deshalb bestimmte Themen aufgreifen, die mir, die einzelne (Fall)Supervision übergreifend, auffallen als relevante Fragestellungen. So kann sich aus den Fragestellungen der konkreten einzelnen Supervisionen eine Art Menschenkunde und Selbstkunde entwickeln.
Insgesamt hat dieser Blog seit 2016 47.347 Aufrufe von 18.128 Menschen gehabt. Im letzten Jahr waren es ca. 4500 Aufrufe von 2500 Besuchern. Was diesen Blog von rein fachlichen Blogs unterscheidet ist, dass ich nicht nur zu psychologischen oder sozialarbeiterischen Themen schreibe, sondern auch zu Kunst aus meinem Zusammenhang mit Malern und Malerinnen. Beiträge wie zu ‚Tata Ronkholz‘, ‚Agnes Martin‘ oder ‚Pierre Soulage‘, in diesem Jahr ist Eugene Leroy dazugekommen, werden sehr stark wahrgenommen. Die unterschiedlichen Perspektiven bereichern sowohl mich, wie auch den Blog!
Ich freue mich auf das nächste Jahr mit diesem Blog, vor allem auch weil ich mich mit ihm völlig frei und unabhängig von anderen Beschränkungen schreibend bewegen kann!
Gute Übergänge wünsche ich
Roland Wiese, 31.12.2025










